Therapie

Die MDS-Therapie ist abhängig vom MDS-Subtyp, dem individuellen Gesundheitszustand, Begleiterkrankungen und den Therapiemöglichkeiten, die zur Verfügung stehen. Man unterscheidet dabei folgende Therapieoptionen:

  • Abwarten und Beobachten
  • Unterstützende Therapie:
    Darunter versteht man Behandlungen, die nicht die Krankheit selbst bekämpfen, sondern Teile deren Symptome. Zum Beispiel nutzt man dafür Bluttransfusionen, Wachstumshormone und Therapien der Eisenüberladung.
  • Krankheitsmodifizierende Therapie:
    Bei Abnahme der Funktionsfähigkeit des Knochenmarks werden Substanzen eingesetzt, die Merkmale der MDS verändern können. Dafür nutzt man immunmodulierende und demethylierende Substanzen, aber auch Induktionschemotherapien.
  • Knochenmark-/Stammzelltransplantation:
    Darunter versteht man den Austausch des kranken Knochenmarks mit Stammzellen eines gesunden Spenders, um so das Knochenmark neu aufzubauen. Diese Therapieform ist die einzige Möglichkeit auf Heilung und ist leider nur für wenige Patienten geeignet. Gründe dafür sind oft ein zu hohes Alter sowie der Allgemeinzustand des Patienten oder der Mangel an passenden Spendern.
  • Klinische Studien:
    Dies sind Behandlungsoptionen mit noch nicht zugelassenen Substanzen unter Einhaltung eines genauen Protokolls. Sie sind wichtig für die Weiterentwicklung von neuen Therapien.

    Quelle: MDS Foundation

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